Pädagogisches Konzept

Im Unterricht werden Theorie und Praxis in ausgewogenen Balance vermittelt. Wichtige Inhalte über physiologische und anatomische Zusammenhänge des Instruments Stimme werden verstehbar gemacht und in die Praxis übertragen. In der funktionalen Stimmpädagogik leitet der Lehrer durch gezielte Fragen den Eigenwahrnehmungsprozess des Schülers an. So entwickelt dieser allmählich immer mehr ein Gefühl für die vielfältigen Zusammenhänge zwischen Körper, Atmung und Stimme.

Unser individueller Stimmklang wird von unseren oft unbewussten Gewohnheiten bestimmt. Gewisse Gewohnheiten und Bewegungen sind dabei aus anatomischer Sicht günstiger als andere. Daher erhält der Schüler auf ihn zugeschnittene Körper - und Stimmübungen, die ihn dabei unterstützen körperlich-stimmliche Veränderungen an sich selbst zu erfahren. Indem wir unsere Gewohnheiten erkennen, wahrnehmen und modifizieren lernen, können wir unseren Stimmklang positiv beeinflussen.

Durch die Aneignung von Wissen über das eigene Instrument und durch Schärfung der Eigenwahrnehmung, wird der Schüler immer eigenständiger. Dies ermöglicht:

- Wiederholbarkeit des Gelernten

- Eigenständigkeit (statt Abhängigkeit vom Lehrer)

- Verlässlichkeit der stimmlichen Leistung (statt Abhängigkeit von der jeweiligen Tagesform)

- Entwicklung der eigenen, unverwechselbaren Stimme (statt Imitation der Stimme des Lehrers)

- Entstehung einer eigenständigen (Künstler)Persönlichkeit.

 

Somit ist Singen keine Glückssache mehr oder nur eine Frage des Talents, sondern prinzipiell von jedem lernbar!