Funktionale Gesangspädagogik

 
Bei der funktionalen Stimmbildung nach Eugen Rabine handelt es sich um ein körper- und bewegungsorientiertes, sehr effektives Stimmtraining, das alle Zusammenhänge zwischen Körper, Bewegung und Atmung für die Stimmentwicklung nutzt.
In jahrelanger Forschungsarbeit hat Eugen Rabine mit Wissenschaftlern verschiedenster Art das Instrument Stimme eingehend erforscht und auf der Basis dieser Ergebnisse ein Stimmtraining entwickelt, das ein gesundes, müheloses und klangvolles Singen ermöglicht.

Bei jedem anderen Instrument, ist der erste Schritt, dieses kennenzulernen. Ein Klavier sieht man vor sich, man kann es ansehen bzw. berühren und beobachten wie es "funktioniert". Mit dem Instrument Stimme ist das etwas komplizierter. Wir hören nur das Resultat der Stimme in Form von Tönen. Wir können die Stimme dabei weder berühren noch ihre Funktionsweise beobachten.

Doch auch mit der Stimme ist es wie mit jedem anderen Instrument: Je mehr wir über sie wissen, desto besser können wir mit ihr umgehen und sie "bedienen".
Daher lernt der Schüler im funktionalen Gesangsunterricht erst mal sein eigenes Instrument kennen.

Anhand von gezielten und individuellen Stimm- und Körperübungen wird ein Bewusstwerdungsprozess in Gang gesetzt, durch den der Schüler erlebt, wie jede (scheinbar) noch so unbedeutende Bewegung Auswirkungen auf seine Stimme hat. Er erhält ein klareres Verständnis über die körperlich-stimmlichen Zusammenhänge und ist immer mehr in der Lage Einfluss auf seine Stimme zu nehmen.

Der Zugang zur eigenen, unverwechselbaren Stimmidentität ist dabei von zentraler Bedeutung und findet in dieser Methode besondere Beachtung.
Der Gesangsunterricht nach der Rabine Methode ist somit nicht nur Arbeit an der eigenen Stimme, sondern immer auch an sich selbst und für sich selbst. 

Sie eignet sich für jedes Alter, jedes Niveau und alle Stilrichtungen und ermöglicht auf diese Weise, dass endlich jeder singen lernen kann!